Rundgang durch die Ausstellung

Der Weg des Lahnmarmors

Die Sammlung folgt dem Weg, den der Stein genommen hat: vom tropischen Riff über die Steinbrüche an der Lahn und die Werkstätten bis in die Bauwerke der Welt. Jede Station steht für einen Abschnitt dieses Weges.

Illustration des Abtransports: Eine Feldbahn-Dampflok zieht mit Marmorblöcken beladene Wagen aus dem Bruch, links ein Pferdefuhrwerk, rechts ein Lastkahn auf der Lahn.

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Transport

Ein Marmorblock wiegt mehrere Tonnen. Ihn aus dem Bruch zu den Sägewerken und weiter zu den Abnehmern zu bringen, war eine eigene technische Aufgabe – und lange die größte Hürde für den Handel mit dem Stein.

Gelöst wurde sie in Etappen: mit Blockwagen und Pferdegespannen auf den Straßen des 19. Jahrhunderts, mit Feldbahnen wie der „Eidechse“ auf schmalen Gleisen im Bruch, mit Kähnen auf der Lahn und schließlich mit der Eisenbahn, die den Lahnmarmor an Ziele in ganz Europa brachte.

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Stationen dieser Etappe

  • „Eidechse“Noch keine Objekte online
  • Blockwagen (19. Jh.)Noch keine Objekte online
Illustration einer Steinwerkstatt: Ein Gatter sägt unter fließendem Wasser einen Block in Platten, rechts lehnen polierte Platten mit roter Äderung, im Vordergrund Steinmetzwerkzeuge.

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Bearbeitung

Aus dem rohen Block wird erst durch Sägen, Schleifen und Polieren das, was den Lahnmarmor ausmacht: eine Fläche, in der die rote, graue und schwarze Zeichnung des Riffs sichtbar wird.

Gattersägen zerlegten die Blöcke in Platten, Wasser und Schleifmittel arbeiteten die Oberfläche in mehreren Durchgängen heraus. Daneben stand immer das Handwerk – Spitzeisen, Zahneisen, Scharriereisen –, mit dem Bildhauer dem Stein Form gaben. In der „Fühl-Bar“ lassen sich die einzelnen Bearbeitungsschritte anfassen und nebeneinander vergleichen.

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Stationen dieser Etappe

  • Sägetechnik: „Gatter“Noch keine Objekte online
  • BearbeitungswerkzeugeNoch keine Objekte online
  • „Fühl-Bar“: Bearbeitungsschritte zum AnfassenNoch keine Objekte online
  • BildhauerwerkstattNoch keine Objekte online
  • Industrielle BearbeitungNoch keine Objekte online
Illustration einer Art-déco-Halle: Wände, Säulen und Boden aus poliertem Lahnmarmor, im Vordergrund ein Brunnenbecken, eine Schale und ein Zierrelief aus demselben Stein.

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Anwendung

Poliert ist Lahnmarmor ein Repräsentationsstein. Er findet sich in Kirchen und Schlössern, in Treppenhäusern und Bahnhofshallen, im Kreml und in der Eingangshalle des Empire State Building – und ebenso in Grabmalen, Brunnen und Fensterbänken der Dörfer entlang der Lahn.

Diese Station zeigt beides: die großen Bauwerke, für die der Stein aus Villmar über die Ozeane ging, und die alltäglichen Gegenstände, die aus ihm entstanden. Das Ortsregister macht sichtbar, wie weit der Weg reichte.

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Stationen dieser Etappe

Illustration eines Steinbruchs: Ein hölzerner Derrick-Kran hebt einen Marmorblock, dahinter die terrassierte Bruchwand mit roter Bänderung, davor Arbeiter an gesägten Blöcken.

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Abbau

Wo das Riff bis an die Oberfläche reicht, lässt sich der Stein gewinnen. In der Lahnmulde geschah das über Jahrhunderte in Brüchen, die sich terrassenförmig in die Hänge fraßen – der Unica-Bruch unmittelbar neben dem Museum ist der bekannteste von ihnen.

Die Arbeit war schwer und über lange Zeit fast ausschließlich Handarbeit: Mit Bohrern, Keilen und Schlägeln wurden Blöcke aus dem Fels gelöst, mit Derrick-Kränen und Flaschenzügen bewegt. Was hier gezeigt wird – Werkzeuge, Modelle, der „Wolf“ –, stammt aus dem Alltag dieser Steinbrüche.

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Stationen dieser Etappe

  • AbbaugeräteNoch keine Objekte online
  • Derrick-KranNoch keine Objekte online
  • Flaschenzug-ModellNoch keine Objekte online
  • „Wolf“Noch keine Objekte online
  • SteinbruchmodellNoch keine Objekte online

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