Erdgeschoss · Geologie
Cephalopoden / Kopffüßler (Nautiloid)
Nautioliden


Nautiloid
Der Unterschied des Nautiloid zum Goniatit ist: • Die glatte Gehäusekrümmung: Im Gegensatz zum Goniatiten, der eine eng aufgerollte, regelmäßige Spirale mit typisch gezackten oder welligen Kammerwänden besitzt, zeigt dieses Exemplar ein viel offeneres, sichelförmig geschwungenes Gehäuse. • Die einfacheren Kammerwände (Septen): Gut zu erkennen ist der weiße Calcit-Bogen, der das Gehäuse durchzieht. Die Trennwände zwischen den Kammern sind bei urtümlichen Nautiloiden ganz schlicht und gleichmäßig konkav gebogen. Der Erhaltungszustand im Riffkalk: Wie für den Lahnmarmor typisch, wurde die ursprüngliche Kalkschale des Tieres im Laufe von Jahrmillionen im Devonmeer komplett weggelöst und durch reinen, weißen Calcit ersetzt. Dadurch leuchtet das Gehäuse heute strahlend weiß inmitten der grauen, von Stromatoporen und Korallenschutt geprägten Gesteinsmatrix. Nautiloideen (Nautiloidea) sind eine sehr alte Teilgruppe der Kopffüßer (Cephalopoda), die bereits vor über 500 Millionen Jahren im späten Kambrium erschien. Heute ist von dieser einst extrem formenreichen Gruppe nur noch eine einzige Familie am Leben: die Perlboote (Nautilidae) mit den Gattungen Nautilus und Allonautilus. Sie gelten als berühmte „lebende Fossilien“, da sie sich über Jahrmillionen kaum verändert haben.
- Inventarnummer
- LMM-2026-00035
- Datierung
- 500 Mio. - heute
- Sammlung
- Fosilien
- Standort
- Erdgeschoss · Geologie
Dauerhafter Link zur Hauptsprachenfassung/exponate/lmm-2026-00035/
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Standort des Exponats
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- Lahn-Marmor-Museum50.3960°, 8.1866°Bei OpenStreetMap öffnen ↗
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL